Über mich

Vita

Studium der Ökonomie mit Schwerpunkt Umweltökonomie sowie Psychologie, Philosophie und Pädagogik

Seit 2000
Dozent und Trainer im Bereich Ökonomie und Kommunikation

2000-2008
Wissenschaftlicherr Mitarbeiter beim Sachverständigenrat für Umweltfragen

2001-2005
Geschäftsführer der Savuna GmbH

2005
Abschluss der Promotion über Kooperationen von Staat und Wirtschaft

Seit 2008
Professor im Bereich Ökonomie und Erneuerbare Energien

Seit 2010
Partner des imu Augsburg, Forschungs- und Beratungsinstitut

Standpunkte

Die Zivilisation auf dem Weg zur Selbstzerstörung?

Unsere Gesellschaft steuert auf den Abgrund zu. Und wir sehen dabei zu. Wachstum ist zu der ultimativen Maxime in der Volkswirtschaft geworden. Denn Wachstum bedeutet Wohlstand, so sagt man. Während wir jedoch mit allen Mitteln versuchen, das Brutto-Inlandsprodukt und den individuellen materiellen Wohlstand zu steigern, zerstören wir unsere Lebensgrundlage: Die Umwelt. Das Tragische daran: Wir wissen darum. Wir wissen, welchen Schaden wir mit unserem Handeln anrichten. Wir sehen dabei zu, wie Umwelt und Menschen unter unserem unbändigen Bestreben nach Mehr leiden.

Als wäre das nicht genug, zeigen die steigenden Zahlen der Zivilisationskrankheiten, körperlich wie psychisch, dass in diesem System irgendwo ein Fehler sein muss. Dass offenbar „mehr besitzen“ nicht gleich „mehr Zufriedenheit“ bedeutet . Wir projizieren unsere Lebenszufriedenheit auf materielle Güter, und entfernen uns dabei von uns selbst. Das ist die Quelle des Leids.

Das unbewusste Selbst

Auf der Suche nach der Antwort auf die Frage, warum wir um des Wachstumswillens unsere Lebensgrundlage zerstören, warum wir den Ast absägen, auf dem wir sitzen, bin ich auf das Entwicklungsmodell „Spiral Dynamics“ gestoßen. In Verbindung mit dem Vier-Quadranten-Modell von Ken Wilber kam ich der Antwort näher, warum wir vernunftbegabte Menschen so handeln wie wir handeln:

Wir sind uns unseres Handelns nicht bewusst. Wir besitzen kein Gewahrsein dafür, was um uns herum, und noch weniger dafür, was eigentlich in uns selbst geschieht. Und in diesem Zustand verbringen wir die meiste Zeit unseres Lebens. Es gibt selten Momente, in denen wir wirklich bei uns selbst sind. Sobald ein Moment des Stillstandes eintritt, greifen wir zum Handy, checken die Mails oder Nachrichten. Denn die Zerstreuung ist so viel einfacher als die Stille, als uns selbst, wahrzunehmen. Und doch liegt in der bewussten Selbstwahrnehmung der Schlüssel zur Welt.

Nachhaltigkeit bedeutet Gewahrsein des eigenen Handelns

Unserer eigenen Person und unseres Handelns ganz gewahr zu sein, darin besteht die Voraussetzung, um verantwortungsbewusst und nachhaltig zu handeln. Durch den achtsamen Umgang mit uns selbst lernen wir, mit der Umwelt und den Menschen respektvoll umzugehen.

Eine dauerhaft-umweltgerechte Entwicklung, die ökonomische, soziale und ökologische Belange berücksichtigt, stellt für moderne Gesellschaften eine enorme Herausforderung dar. Um diese Herausforderung zu meistern, ist die Erkenntnis elementar, dass Veränderung immer nur in uns selbst beginnen kann.

Dabei bin ich überzeugt, dass eine Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft, die nicht nur ihr ökonomisches und ökologisches Überleben sichert, sondern mit Freude am Sein in Kraft und Gesundheit ihr Potenzial entfaltet, keine Utopie ist, sondern Realität werden kann.

Nachhaltigkeit
aus drei Perspektiven

Nachhaltigkeit bezieht sich auf drei Perspektiven: Ökonomisch, ökologisch und sozial. Ziel dabei ist, unsere Ressourcen nicht zu zerstören, sondern schonend und respektvoll mit ihnen umzugehen. Um diesem Prinzip gerecht zu werden, müssen wir uns dem Ausmaß unseres eigenen Handelns bewusst werden. Nachhaltigkeit beginnt in uns selbst.

Was macht uns glücklich?

Zahlreiche Studien belegen mittlerweile, dass mehr Geld nicht glücklich macht. Man geht zwar davon aus, dass ein gewisses Grundeinkommen (50.000 – 60.000€ im Jahr) zumindest finanzielle Sorgen mindert, dennoch endet das Gefühl des Mangels nie, egal wie hoch der Kontostand ist. Die Londoner School of economics hat dabei herausgefunden, dass insbesondere unsere Gesundheit, unser körperliches und psychisches Wohl entscheidend ist, wie glücklich wir sind.

Links / Quellen:
Bericht der Süddeutschen Zeitung
Bericht des Sterns

„Jede Persönlichkeitsentwicklung beginnt mit der Entdeckung neuer und der Veränderung alter Sichtweisen.“