CO2-Emissionen in 2019 gesunken!

Die CO2-Emissionen sind im Jahr 2019 gesunken. Dies ist nach vielen Jahren der Stagnation eine erfreuliche Nachricht. Grund dafür war die Verteuerung der Kohleverstromung durch den europäischen Emissionshandel. Die Lenkungswirkung mit Zertifikatspreisen über 20 € pro Tonne CO2 in 2019 führt zur Senkung der Kohlevertromung.

Dies und weitere Entwicklungen stellen Ihnen Janne Gärlach und Fabian Hein von AGORA Enrgiewende im kurzen

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vor.

Die Bepreisung von CO2 läßt eine moderate aber wirkungsvolle Lenkung erwarten.

Dennoch kommt es auf die politische Weichenstellung an, ob dieser Trend anhält.

Klarheit für die Wirtschaft hat zumindest die Zustimmung des Bundesrates am 20. Dezember 2019 zum Klimaschutzpaket gebracht. Der Vorschlag des Vermittlungsausschusses wurde angenommen, die Preise für Emissionszertifikate von 2021 bis 2025 neu festzulegen: statt der vom Bundestag beschlossenen 10 Euro pro Tonne soll der CO2-Preis ab Januar 2021 zunächst 25 Euro betragen, danach schrittweise auf 55 Euro im Jahr 2025 steigen.

Damit ist auch im nationalen Bereich von einer moderaten, aber wirkungsvollen Lenkung und Senkung der CO2-Emissionen auszugehen. Die genaue Ausgestaltung (geplant ist ein nationaler Emissionshandel) insbesondere die Verlinkung zum europäischen Emissionshandel erhöht jedoch die Komplexität.

Wichtig ist, dass die Steuererhebung oder der Zertifikatehandel auf der ersten Handelsstufe stattfindet, d.h. bei den Akteuren ansetzt, die fossile Energieträger fördern oder in den Verkehr bringen. Damit ist gewährleistet, dass die Zahl der Steuerpflichtigen bzw. der Zertifikatspflichtigen gering bleibt und alle (!) CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger erfasst werden.